„Ich wollte nie auffallen“

Ihr Leben lang wurde Katharina Schmidt gefragt, wo sie herkomme. „Aus Gießen“ antwortete sie stets – doch kaum einem reichte diese Antwort. Sie sei Schwarz, deshalb könne sie doch nicht aus Deutschland stammen. Schmidt kennt ihren Vater nicht, nur ihre Hautfarbe erinnert sie daran, dass sie Tochter eines afroamerikanischen Soldaten ist. Wie es war, als Schwarze in Gießen aufzuwachsen, welche ihre schönsten Erinnerungen an ihre Kindheit sind und worüber sie heute lachen muss, das hat sie uns erzählt.

 

 

Nach dem Tod ihrer Mutter vor 20 Jahren las Schmidt die alten Briefe von ihr und ihrem Vater immer wieder Mal. Erst vor Kurzem entdeckte sie dabei seine Adresse. Wirklich auf die Suche nach ihrem Vater macht sie sich aber nicht.

Schmidts Mutter bewahrte einige der Briefe in einer kleinen Kiste auf. Heute sind sie das Einzige, was ihr von ihrem Vater geblieben ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

*Auf Wunsch wurde der Name geändert.