Gießens 50er Jahre

Die 1950er Jahre waren für Gießen wegweisend. Die Spuren des Krieges waren noch zu sehen, doch auch der Wiederaufbau prägte die Stadt. Hunger, Wohnungsmangel, Überlebensangst wichen nach und nach Luxusgütern der Konsumgesellschaft. Wir wollten wissen: Was war es, dass die Gießener zu dieser Zeit beschäftigte? Wer hatte das Sagen in der Stadt nach 12 Jahren nationalsozialistischer Diktatur? Und wie war das Zusammenleben mit den Heimatvertriebenen und Amerikanern, die als „Fremde“ in die Stadt kamen?

Im Interview mit Stadtarchivar Dr. Ludwig Brake erfahren Sie, was die Gießener besonders interessiert hat und wie sie nach der Zerstörung ihrer Stadt durch die Bombenangriffe im Dezember 1944 wieder zum Zentrum in Mittelhessen wurden.

Der Film über die amerikanischen Spuren in Gießen zeigt indes, wie die US-Soldaten die Stadt an der Lahn mitgestalteten und Sie erfahren, warum viele Gießener mit den „Fremden“ zunächst gar nicht viel anfangen konnten.

Mit einer kleinen Sammlung an Bildern und Zeitungsartikeln können Sie sich zurück in die Zeit versetzen, in der Ruinen und Aufbruch so nah aneinander waren.